Bewässerung mit Ollas 1

Bewässerung mit Ollas

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Ich probiere ja liebend gerne Bewässerungssysteme aus. Meine Entdeckung des Jahres 2017 sind Ollas (sprich Ojas). Das sind Gefäße aus Ton, die in die Erde eingegraben werden und nur oben ein Loch zum Befüllen mit Wasser haben. Da Ton porös ist, kann das Wasser langsam an die umliegenden Pflanzen abgegeben werden.

Bewässerung mit Ollas 2Diese Technik ist nicht neu, bei den Inka und wohl auch in anderen Teilen der Erde ist das eine seit Jahrtausenden verbreitete Technik, die mich durch ihre Einfachheit bestochen hat. Man braucht keine teuren Investitionen, so werden einfach zwei Blumentöpfe mit Bausilikon oder anderem geeigneten Klebstoff verklebt. Vorher hat man allerdings eine Scherbe auf das Abzugsloch des unteren Topfes geklebt, sonst ist das Wasser sehr schnell draussen.

Die Töpfe kann man in Reihe an einen Schlauch an die Regentonne hängen. Zum Abschluss eine Schlauch nach oben legen, damit Luft aus dem System entweichen kann und nichts ausläuft. Wie hoch/lang dies Ende sein muss, hängt von dem Standort und Wasserspiegel der abgebenden Regentonne ab. Das Prinzip der kommunizierenden Röhren kommt hier zum Tragen.

Meine Erfahrungen damit waren sehr gut. Allerdings schliessen die Schläuche nicht immer wirklich dicht das obere Loch ab, die Schläuche sind auch unterschiedlich dick. Für eine sehr große Olla habe ich ein Stück Perlschlauch genommen, der ist wesentlich dicker. Für meine Stangenbohnen fand ich das System völlig ausreichend. Im Gewächshaus hat es auch die Tomaten zufriedenstellend bedient. Man kommt damit allerdings nicht in alle Ecken. Alles rund um die Olla ist aber ordentlich bewässert. Für die Urlaubsbewässerung von 1 Woche hat es auch gereicht den Hahn an der Regentonne nur ganz wenig aufzudrehen. Oder die Vertretung dreht mal für eine kurze Zeit voll auf, das hängt dann von dem Wasserdruck und der Menge an Ollas ab.

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