Zeit zur Aussaat

Es ist mal wieder so weit, endlich können wir anfangen die Saat in die Erde zu bringen, wenn auch erstmal nur unter Kunstlicht. Wenn man Chili ernten möchte, kann man jetzt Anfang Februar damit beginnen. Dann gehen auch schon Artischocken, Auberginen, Frühsorten von Blumen- und Rotkohl, Knollensellerie und Lauch und Paprika nicht vergessen. Tomaten können noch warten bis zum Ende des Monats.

Als Aussaaterde ist natürlich Torf tabu. Das brauchen wir nun wirklich nicht und wir Gärtner wollen ja auch das Klima und die Erde schützen. Torf wird durch das Trockenlegen von Mooren gewonnen und Moore sind die größten CO2 Speicher, die es gibt. Also lassen wir da mal die Finger von und gucken gar nicht erst auf den Preis. Alternativ kann man 1 Teil Kompost, 1 Teil Gartenerde und 1/2 Teil Sand mischen. Für eine halbe Stunde in den Backofen oder entsprechend in die Mikrowelle, dann sollte sie keimfrei sein. Mit Unkautsamen sollte man besser gar nicht erst anfangen im Haus, es sei denn man sucht eine neue zeitraubende Freizeitbeschäftigung.

Die Keimung

Meist ist es ja auch ein Platzproblem, das man in der Wohnung als erstes zu spüren bekommt, wenn man sich dann schon zu künstlicher Beleuchtung durchgerungen hat. In meiner Wohnung kann ich eine große Anzuchtbox mit einer Lampe versorgen, und bekomme da eine prima Temperatur für die Anzucht von wärmeliebenden Chili und Tomaten,weil die Box neben dem warmen Schornstein steht.

Aber manchen Pflanzen wie Kohl und Salat ist das zu warm. Das Keimem mag noch klappen, aber dann werden die Sämlinge ganz schnell  einfach nur lang und dünn. Eigentlich braucht man für die Anzucht also 2 Plätze mit unterschiedlichen Temperaturen.

 

Gefahr am Fenster

Sind die Samen mal gekeimt, müssen sie ja bald pikiert werden. Dann kommen sie bei mir in 6er Schälchen und dürfen erstmal ins Küchenfenster, das nach Süden geht. Aber wehe die Sonne scheint! Dann muß man sie mittags oft wegnehmen, sonst verbrennen sie. Die Plastikhauben gehen dann gar nicht mehr, da schmoren die armen Pflänzchen ganz schnell weg und alle Arbeit war umsonst. Es ist ganz  wichtig das richtig einzuschätzen, bevor man für den Rest des Tages das Haus verlässt! Es hängt natürlich stark davon ab, wie lange die Sonne auf das Fenster scheint. Wenn man das nicht beaufsichtigen kann, ist ein anderes Fenster mit weniger Licht oder eben Kunstlicht besser.

Leuchstoffröhren

Ich habe in diesem Jahr  mit den Chilis mit Januar angefangen. Das bereue ich schon ein bißchen, aber das Paket mit der neuen LED Pflanzenleuchte ist schon unterwegs. Mal sehen, was das Billigmodell taucht.

Bisher habe ich die Anzucht  mit einer Leuchtstoffröhre namen Lightwave T5 mit 2×45 Watt (Preis ca. 100€) gemacht. Das hat all die Jahre gereicht, nun werde ich mal weiter mit LED machen und diesen Artikel dann vervollständigen (oder einen neuen schreiben).

Mehr zum Thema: Jungpflanzenanzucht

 

 

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Betti

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