Wettbewerb Giftfreies Gärtnern 1

Wettbewerb Giftfreies Gärtnern

Anfang 2003 saß ich auf der dünnen Schicht Erde meines Pionier-Kleingartens, die mir den Anblick des darunter liegenden Bauschutts ersparte,  freute mich schon über das Grün von Melde und Beifuß und träumte  von einem schönen Garten mit dem ich mal einen Preis gewinnen wollte. Nach 14 Jahren säen, pflanzen, ernten, kompostieren, Teich und Hochbeete anlegen, eine Lehmfachwerklaube bauen, Gartenfeste feiern und die Natur geniessen war es dann so weit: ich nahm teil am Wettbewerb “Giftfreies Gärtnern” teil. Anmeldeschluss war der 30.August, ich gab ab am 30. August – es viel mir schwer, die richtigen Bilder auszusuchen. Das ich dann auch gleich den ersten Preis gewinnen würde, hatte ich eigentlich nicht gedacht (gehofft natürlich schon).

Bei der Preisverleihung am 6. Oktober 2017, moderiert von Heike Bloomgaarden, wurden so viele schöne Gärten vorgestellt, dass ich mich am liebsten gleich ins Auto gesetzt hätte, um diese Gärten zu besuchen. Ging nicht, weil ich mit der U-Bahn da war und es wird ja auch schon früh dunkel und der Wettbewerb war bundesweit. Schwester Christa Weinreich erhielt eine besondere Auszeichnung für langjährige Verdienste um das ökologische Gärtnern. Natürlich habe ich ihr Buch über Mischkultur im Regal und habe auch schonmal versucht das berühmte “Humofix” nachzumachen. Alle ausgezeichneten Gärten waren wunderschön und sogar auf einem Balkon kann man so viel machen. Dadurch angespornt habe ich meinen Balkon aufgeräumt und entmistet und werde ihn im Frühjahr neu bepflanzen und ein neues Kleingewächshaus zur Tomatenaufzucht aufstellen. Da freue ich mich jetzt schon drauf und werden mir sicher noch viele Anregungen auf der Bio-Balkon Webseite holen.

Dass ich mit der U-Bahn da war, war im Prinzip nicht schlecht wegen der Parkplatzprobleme, aber ich hatte so viel an Preisen zu schleppen, dass man mir anbot etwas mit der Post zu schicken. Ein Igelhaus, ein Bewässerungsset, eine Tüte mit Dünger, Kompostbeschleuniger … das war schon einiges. Der Buch- und Nützlingsgutschein wog zum Glück nicht so viel. Und der Blumenstrauß. Aber starke Gärtnerinnenarme schafften das.

Wettbewerb Giftfreies Gärtnern 2So, nun habe ich die lang ersehnte Auszeichnung, bin glücklich und auch stolz, aber ich weiss, dass ich das nicht alleine gemacht habe. Dies Portal hier schon, und auch die meiste Gartenarbeit, aber viele Freunde haben bei den Bauarbeiten geholfen und mir Pflanzen geschenkt. Und ich bin dankbar dafür, dass sich jetzt so viele Menschen wieder für die Natur an sich interessieren, die Gärten naturgemäß bewirtschaften und auf Gift und Kunstdünger verzichten. Ich habe noch eine halbe Packung Schneckenkorn abzugeben, die ich mal vor 10 Jahren geschenkt bekam … ist einfach nicht meins.

 

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