Unser Boden

Wir können den Boden mit Terra Preta verbessern, sagen die einen, die anderen warnen, da könnten PAKs entstehen, weil die Herstellung von Holzkohle ja ein Verbrennungsprozess ist. Das leuchtet zwar ein, aber die Erfolge der anderen locken dann ja auch. Das muss also jeder für sich selbst entscheiden. Ich werde es mal ausprobieren mit gekaufter Kohle für den Bokashi.
Wir müssen aber kein Risiko eingehen um unseren Boden zu Verbessern. Es reicht auch aus, ihn

  • pfleglich zu behandeln,
  • nicht mehr umgraben sondern höchstens lockern,
  • immer bedeckt halten sprich muchen,
  • nie ganz austrocknen lassen und
  • den Humusgehalt durch Kompost verbessern

Der Humusgehalt ist der Gradmesser eines guten Bodens, denn vom Humus ernähren sich die Bodenlebewesen, die dann die Nährstoffe so aufschliessen, dass sie pflanzenverwertbar sind. Humose Böden sind zudem auch bessere Wasserspeicher, was uns bei dem Klimawandel zugute kommt. Humus ist sozusagen systemrelevant.

Bodenlebewesen

uns das sind unsere Mitstreiter im Biogarten. Ohne sie geht nichts. Die Umwandlung von organischer Masse ist eine zentrale Aufgabe in unserem Ökosystem. Pflanzen werden von einer Vielzahl von Kleintieren zerkleinert, gefressen und verdaut. Bekannt ist der Kot der Regenwürmer und auch Pferdeäpfel sind im Garten als Dünger beliebt. Die Bodenlebewesen setzen nun alles dran, die organische und anorganische Bodenmasse in pflanzenverfügbare Stoffe zu verwandeln. Wenn wir mineralisch düngen, machen wir ihre Arbeit überflüssig und zerstören das Mikroklima des Bodens. In Töpfen und Pflanzgefäßen ist das vielleicht egal, aber der Boden für Pflanzen und besonders für Gemüse sollte uns doch mehr wert sein.

Das Frühjahr

Als erstes nehmen wir die Mulchschicht runter, damit sich der Boden erwärmt.

Dann lockern wir mal den Boden. Umgraben war gestern, bzw ist es nur auf sehr festen Böden nötig. Einfach mit dem Sauzahn durch oder die Grabgabel einstechen und leicht hin und her bewegen.

Wenn wir nicht schon im Herbst Kompost ausgebracht haben, dann wird es jetzt höchste Zeit. Wir brauchen ja sowieso den Platz auf dem Komposthaufen um ihn mit den über Winter stehen gelassenen Stauden und dem Herbstlaub aufzusetzen. Den Kompost nur oberflächlich einharken. Den ganz feinkrümeligen Kompost kann man auch für die Saatrillen übrig lassen.

Dazu kommen Hornspäne sofern man nicht vegan düngt. In dem Fall wartet man auf die Brennnesseljauche, wobei die Brennnesseln ja erstmal wachsen müssen. Aber dann ist diese Jauche ein schnell verfügbarer Dünger im Gegensatz zu Hornspänen, die ja erstmal vorverdaut werden müssen. Nicht zu vergessen das Gesteinsmehl für die sandigen brandenburgischen Böden und wer will, die Pflanzenkohle.

Frühe Sorten Salat, Spitzkohl, Möhren, Schwarzwurzelm, Zuckererbsen, Spinat, Rettich und Radieschen können in das fein gemachte Beet gesät werden.  Los geht’s, die neue Saison beginnt.

 

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