Ringelblumen

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Ringelblumen gehören in jeden Bauerngarten und vielleicht wegen ihrer Heilwirkung wirklich in jeden Garten. Aber eine Freundin hat mir erzählt, dass sich bei ihr die Ringelblumen nach Jahren der Treue verabschiedet haben und nun beim Nachbarn wachsen. Ja, sowas gibt es, anscheinend ändert sich der Boden.

Meine Ringelblumen wachsen am liebsten auf dem Hochbeet. Sie kämpfen jedes Jahr mit mir um mehr Platz. Sie fangen ja wie alle einjährigen ganz klein und harmlos an, aber Ringelblumen können richtig große Stauden werden. Jedenfalls im Hochbeet, wo schön gedüngt wird und viel Sonne ist.

Die Pflanzen pflegen und beernten

Will man Ringelblumen beernten und bis zum Einbruch des Frostes Freude an den kleinen Sonnen haben, so macht man am besten die verblühnenden Blüten ab, bevor sie Samenstände bilden. Um Nachwuchs muss man sich da keine Sorgen machen, irgendwelche Samenstände übersieht man ja immer, seis drum. Macht man die Blüten ab, die langsam die Form verlieren, hat man die größte Ernte. Dann ist es aber ratsam, den ganzen Stengel bis zur nächsten Verzweigung zurückzugehen, an der noch eine Blütenknospe ist. So dünnt man auch die Pflanze etwas aus, sie neigt nämlich sonst zu Mehltau.

Aus den Blütenblättern macht man Salbe, Tinktur oder Tee. Etwas Ringelblumentinktur in einer kleinen Sprühflasche ist auch für die erste Hilfe eine gute Idee. Kratzer, Schrammen und Wunden werden mit dem Alkohol auch gleich desinfiziert. Auf eine Ringelblumensalbe im Haus braucht keine Kleingärtnerin zu verzichten.

Hier eine einfache Ringelblumensalbe aus Hausmittel. Erstmal stellt man Ringenblumen-Öl her und macht damit die Salbe.

Ringelblumen-Öl herstellen

Frische oder getrocknete Blütenblätter in möglichst mildes und geruchsarmes (Oliven-)Öl einlegen. Die Blütenblätter sollen bedeckt sein, ohne gequetscht zu werden. Das läßt man es 2-3 Wochen stehen, schüttelt es gelegentlich und gießt es durch einen Kaffeefilter. Das bewahrt man kühl und dunkel auf. Es hält ewig, wenn das Olivenöl nicht ranzig wird. Meist braucht man hier keine große Menge.

Ringelblumensalbe selbst herstellen

Um Salbe herzustellen, braucht man nur das Ringelblumen-Öl und etwas Bienenwachs. Das kann man kaufen, z.B. in Naturkostläden, oder eine Bienenwachskerze des Vertrauen opfern. Im letzteren Fall muss man etwas raspeln, um kleine Wachsflocken zu erzeugen.

Nun 50ml (2 1/2 Schnapsgläser) Ringelblumen-Öl erhitzen und 5g (1 gehäufter TL)  Wachsflocken in das etwa 70° heisse Öl geben und rühren, bis es sich aufgelöst hat. In Töpfchen füllen, fertig.

Ich nehme hier gerne Laborgläser, die man auch manchmal auf dem Flohmarkt kaufen kann, und eine Zange vom Campinggeschirr. Damit darf man nur nicht zu fest zudrücken, dann ist das Glas hin. In einem Glas im Wasserbad geht es sicher genauso gut. Vielleicht auch eins dieser winzigen Töpfchen für Cappuchinomilch oder geschmolzene Butter.

Salbe hält sich in der Regel lange und muss nicht in den Kühlschrank, da sie kein Wasser enthält.

Ringelblumen-Tinktur herstellen

Am einfachsten ist die Tinktur gemacht: Blütenblätter in ein Glas füllen und mit Korn oder Wodka bedecken. Ein paar Wochen stehen lassen und dann im Sprühflaschen füllen. Man kann die Tinktur auch im Mundbereich bei Entzündungen benutzen oder auf Wunden, die man nicht so gerne mit Salbe einschmieren möchte. Man kann die Blütenblätter auch kleinhacken oder mit etwas Alkohol im Mörser zerstossen, um die Auszugswirkung zu erhöhen. Der Alkohol sollte nicht mit dem Metalldeckel in Berührung kommen, also ruhig ein hohes Glas benutzen.

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