Landraub für schlechtes Essen

Ich weigere mich jetzt endgültig Billigfleisch zu essen, basta. Warum?

Zur Fütterung der Tiere wird  Soja auf Feldern in Südamerika und Afrika angebaut. Das alleine ist schon grotesk, weil hierzulande der Raps aus der Uckermark in meinem Tank landet. Was haben denn die Hühner und Schweine meiner Vorfahren im Trog gehabt? Soja aus Afrika? Nein, das Schlimmste  für mich ist der Landraub: Kleinbauern können keine Besitzurkunden nachweisen und das Land wird an multinationale Konzerne verkauft, die dort mit ihrer Produktionsweise nicht einmal mehr Arbeitsplätze bieten. Also bleibt nur der Slum der nächst größeren Stadt oder das ferne Europa. Natürlich haben auch die Behörden vor Ort einen Anteil an der Entwicklung. Aber wer trägt die Verantwortung für die Misstände? Die Behörden, die Firmen, die Konsumenten? Ist die neoliberale internationale Agrarproduktion eine institutionalisierte Verantwortungslosigkeit?

Aber selbst mit meinem Boykott kann ich nichts erreichen. Das was ich nicht kaufe wird exportiert, unter anderem nach Afrika und macht dort den Markt kaputt. Das ist zwar frustrierend, aber ich muss wenigstens nicht an die vertriebenen Kleinbauern denken, wenn ich ein Stück Fleisch esse. Dieses kleine Stück Verantwortung versuche ich zu tragen mit möglichst wenig Ausnahmen.

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