Hochbeet renovieren ohne Ausheben

Mein erstes Hochbeet habe ich tatsächlich ausgeschaufelt und hatte dabei Möglichkeit es wieder neu zu bestücken und einiges an Holz “zu versenken”.  Man hat aber nicht immer Lust, Zeit und Kraft für solche Aktionen und es geht natürlich auch anders.

Aber wie kommt es denn dazu, dass man ein Hochbeet überhaupt renovieren muss? Hat man da nicht grundlegend etwas falsch gemacht? Ja hat man. Ich hatte vom Hausbau noch einiges an Gewebeplane und habe die im Hochbeet verbaut. Zusammen mit Resten von Noppenfolie, man will ja nichts wegwerfen. Aber liebe Naturfreundinnen, das rächt sich. Ich würde nur noch Teichfolie in meinen Hochbeeten als Auskleidung verwenden. Weichmacher und Schadstoffe sind in allem aus Plastik. Gewebefolie zerfällt in tausend kleine Streifen, aus denen sie gewebt wurde. Die sind dann irgendwann überall im Garten. Die Folie ist zum Abdecken von Holz oder ähnlichem ganz gut geeignet, aber sobald sie Löcher bekommt, verbreitet sie sich im Garten. Noppenfolie reisst zu schnell, wenn sie Druck ausgesetzt ist und das ist eine Auskleidefolie im Hochbeet eben schnell. Teichfolie ist für den Zweck geeignet, weil sie sehr stabil ist. Schon die günstigste Variante von 0,5mm reicht aus. Oben eher etwas großzügiger bemessen und erst dann abschneiden, wenn die Erde sich etwas gesetzt hat.

Die zweite Schwachstelle bei Hochbeeten ist der Kontakt zum Boden. Ich habe immer Steine unter das Holz gelegt und zwar auf der ganzen Länge des Beetes. Leider biegen sich auch 5cm Baubohlen auf einer Länge von 2.5m etwas, aber das kann man ein bißchen einkalkulieren. Leider ist es mit nicht immer gelungen, die Erde komplett vom Holz fern zu halten. Auch das rächt sich, aber mir gefielen die blühenden Wildkräuter am Fuße des Beetes immer so gut.

Was war zu ersetzen? In erster Linie hat es in meinem Fall die Pfosten und die unteren Bretter getroffen. Also alle Schrauben lösen, die man lösen konnte und dann die Pfostenreste mit Axt und groben Werkzeug zertrümmern und die verrosteten hervorstehenden Schrauben abschlagen. Der letzte Pfosten war noch halbwegs in Ordnung und nur unten “angegfressen”. Da die Schrauben auch nicht raus wollten,  bleibt er einfach drin. Die anderen 3 neuen Pfosten habe ich in Teichfolie eingewickelt. Wenn das nicht hilft, dann weiss ich auch nicht. Sofern die Schrauben nicht aus den Brettern vielen, habe ich die auch weiter verwendet.

Von der Erde im Inneren habe ich dann an den Wänden ein paar Zentimeter gelockert und in Eimern und Gefäßen verstaut. Dann die kurze Seite an die neuen Pforsten angeschraubt und dann alles montiert. Mit Hilfe von Schraubzwingen ging das sogar ganz gut alleine.

Fazit:

Das Wichtigste ist es, Feuchtigkeit von dem Holz fern zu halten, wo sie nicht wieder abtrocknen kann, also im Inneren und von unten. Von oben ist es wichtig, dass keine Feuchtigkeit zwischen Folie und Holz gelangen kann. Steht Holz auf (feuchter) Erde, so “saugt” das Holz diese auf. Also auf trockene Füße achten. Und stabile, reissfeste Folie verwenden. Dann ist ein paar Jahre Ruhe.

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