Danke für euren Besuch

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Der lange Tag der Stadtnatur war ein sonniges schönes Wochenende, an dem der Ökopieper-Garten für Besucher geöffnet war. Mir hat es viel Spaß gemacht 2 Tage lang über Garten und Ökologie zu reden. Was macht wer in welchen Situationen, soll man den Kohl vor den Raupen des Kohlweißlings retten oder sich später an den Schmetterlingen erfreuen? Was macht man mit EM (Effektiven Mikroorganismen)? Ich konnte einige Erfahrungen zu Ökothemen austauschen und habe auch einiges an Anregungen mitgenommen.

Mir ging es ja nicht darum, mit dem Garten „anzugeben“, er sah ja leider an einigen Stellen schlimm aus – dies nicht gemacht, zu jenem nicht mehr gekommen und dort wollte ich doch noch… Früher, wenn mir das Wildkraut über den Kopf wuchs und ich der Verzweiflung nahe war, bin ich gerne mal ins Ökowerk nach Spandau gefahren. Ich konnte mir dort Anregungen holen und liebte die Art, wie sie gärtnerten. Und Wildkräuter dekorierten Wege und Beete und schufen so hübsche kleine Ensembles. So richtig ordentlich war es da auch nicht und mein eigener Garten gefiel mir dann plötzlich auch viel besser.

Apropos Ordnung: Kleingärten gelten als der Hort der Spiessigkeit, nicht ganz zu Unrecht. Ordnung hat hier einen besonders hohen Stellenwert, aber das Bild wandelt sich immer stärker und immer schneller. Oft wurde die Überalterung der Pächter beklagt, aber wer heute in Rente geht hat sich schon seit längerem Gedanken über Biodiversität und Ökologie gemacht. Bei diesen Pächtern ist die Nähe zur Natur und die damit einher gehende Unordnung schon Programm. Man kann giftfreies Gärtner natürlich auch viel ordentlicher machen und einfach nur ein paar klein „Wilde Ecken“ lassen, alles geht Hauptsache es ist erstmal giftfrei.

Auf jeden Fall sollte man sich nicht zu sehr von einem ordnungsliebenden Vorstand Vorschriften machen lassen. Im Gartenfreund gibt es haufenweise Anregungen zum naturnahen Gärtnern. Im Zweifelsfall eine Mappe mit Ausschnitten über die umgesetzten „Projekte“ anlegen und dem Vorstand zeigen, wenn Beschwerden kommen. Läßt der gar nicht locker, schreibt mir und ich versuche Leute zu finden, die euch bei der Gartenbegehung zur Seite stehen. Zumindest in Berlin sollte das klappen. Einigen Gartenfreunden hat es geholfen, sich im Verein zu engagieren. Als FachberaterIn, Platzwart oder durch Mitarbeit im Vorstand. Gegenseitige Toleranz ist wichtig genauso wie der Naturschutz.

In dem Sinne danke ich nochmal allen Besuchern für ihr Interesse und hoffe, dass es euch auch Spaß gemacht hat. Und geniesst eure Gärten, Balkone und Parks – happy gardening!

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