Freundliches Miteinander

Wie die Insekten auf diese Kugeldistel es uns vormachen, können auch wir Menschen gut von dieser Erde leben, wenn wir einfach teilen. Der Reichtum der Erde, die Fülle der Natur ist für alle ausreichend, schubsen und drängeln verdirbt doch nur den Spaß am Genuss. Na ja, das sind so die Gartenphilosophien ….

Viele Kräuter, gerade auch Wildkräuter sind die Imbissbuden für Insekten: Herzgespann, Kugeldistel, Oregango, Minzen, Drachenkopf und Borretsch zum Beispiel. Am besten geht man mal zu verschiedenen Tageszeiten durch den Garten und beobachtet selbst, welche der Blüten im eigenen Garten am meisten beflogen werden. Es ist eigentlich nicht weiter verwunderlich, wenn die einheimischen Insekten auf einheimische Pflanzen stehen, oder? Man kennt sich schon seit Jahrhunderten, hat sich zusammen entwickelt und an die wechselnden Umweltbedingungen angepasst – eine alte Freundschaft eben.

Jetzt kommen wir Gärtner mit exotischem Zeug wir Forsythien und Rhododendron, die ihnen anscheinend nicht schmecken. Auch wir Europäer essen ja nur zögerlich Maden süß/sauer, ich hab da schon so meine Probleme und bei mir ist ehrlich gesagt nach Krabben dann auch Schluß mit Miniaturproteinbomben. Aber das kommt ja in Mode …

 

Ich habe einige Stellen im Garten, die ich der Natur zurückgegeben habe und in denen ich nur das Nötigste mache. Dafür habe ich mir gerade meine Hochbeete zurückerobert, auf denen schon Kapuzinerkresse alles überwucherte und Schnecken an dem Rest meines Mangolds kauten. Solch eine Fülle, das sah toll aus und es tat mir in der Seele weh, dass ich nicht aus allem Pesto, Salat und Essig machen konnte.

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